Via Kuala-Lumpur nach Sabah

Ein wenig im Netz recherchiert, entschlossen wir uns dieses Mal für Borneo - genauer die Region Sabah, der Osten von malaiisch Borneo. Es war überhaupt das erste Mal, dass wir nach Malaysia reisten.

 

Eines möchte ich an dieser Stelle bereits vorweg schreiben. Für uns, die auf Abenteuer aus sind, war Borneo eher eine Reise in einen Vergnügungspark! Man kann viel Schönes über Borneo lesen, was die Insel auch ist, jedoch ist die Region eher ausgelutscht und von Monokultur geprägt. Der Oekotourismus wurde in den letzten 20 Jahren total vernachlässigt und unheimliche Flächen an Palmölplantagen haben Sabah verunstaltet – sehr, sehr schade! Ohne Guide geht eigentlich fast nichts, was wir erstaunlich und unnötig fanden - war unsere subjektive Wahrnehmung! Jop, die Kohle wird einem förmlich aus der Tasche gezogen – mit dem wollen wir sagen das Sabah sauteuer ist!

Nach ein paar Tagen in Kula-Lumpur gings mit dem Flieger weiter nach Kota Kinabalu – Hauptstadt von Sabah. Wir hatten lediglich 3 Wochen zu Verfügung, daher «nur» Ostborneo. Die meisten starten in Kuching in Westborneo aber wer uns kennt weiss, dass wir in der Regel nicht der Regel folgen.

  

Kota Kinabalu (auch KK genannt) ist Dreh- und Angelpunkt da auch der int. Flughafen dort gelegen ist. Was das Reisen auf Borneo betrifft, muss man sich überhaupt nicht anstrengen bzw. keine Sorgen machen. Mit dem Flieger erreicht man jede Destination und auch mit Bussen ist das Reisen angenehm - die Infrastruktur ist ausgezeichnet. 

Der Mount Kinabalu ist mit ca. 4’100 Metern Höhe der höchste Berg in Südostasien. Man kann ihn mit Guides in 2 Tagen (1 Übernachtung) besteigen. Der ganze Spass kostet so um die 350$ was wir für überteuert empfanden – daher liessen wir es sein. Zudem haben wir in der Schweiz genügend Hügel die wir für weniger Geld besteigen könnten! Ein Ausflug auf das Jungfraujoch kostet "läppische" 250CHF und dass in der teuren Schweiz! 

 

Am Fuss des Berges ist  der Kinabalu National-park "Taman Negara" den wir leider aufgrund des Dauerregens nicht besuchen konnten. Zudem schliessen die Rangers bei anhaltendem Regen die meisten Pfade resp. Wanderwege. 

Weiter unten im Tal, oder auf der anderen Seite des Berges befindet sich der Ort Poring mit seinen heissen Quellen und dem Canopy Walk. Für einen Tagesausflug nicht schlecht! Am besten man geht Morgens, da hat es noch keine Chinesen. Nichts gegen Chinesen, jedoch wenn sie im Rudel kommen kann es anstrengend werden - und sie kommen im Rudel - versprochen!    

 

Weiter ging es nach Sandakan an der Ostküste Sabahs. Die Region um Sandakan ist bekannt für seine öko-touristischen Attraktionen, wie die Orang-Utan "Auswilderungs-Station" in Sepilok, die Schildkröteninsel oder den Kinabantang River. Öko-Tourismus wird auf Borneo grossge-schrieben. Aber wer durch Borneo reist und stundenlang an Palmölplantagen vorbeifährt und kahlgeschlagene Landschaften sieht, fühlt sich ab dem Begriff Ökotourismus so ziemlich verarscht! Neben den noch paar wenig erhaltenen Primärwäldern (Nationalparks) gibt’s auf Borneo eigentlich nur noch eins - Monokultur, Palmöl soweit das Auge reicht!

 

"...die Auswilderungs-Stationen sind recht und gut, jedoch fragt man sich, wo zum Henker wollen die noch Auswildern – da hat’s nicht mehr viel Platz!..."

Da die drei Wochen sehr knapp waren liessen wir den «Süden» mit den angeblich schönen Sandstränden in der Region Semporna sein und entschlossen uns für die Region Kudat mit dem "Tip of Borneo", äusserste Ecke Sabahs. Wir waren überrascht, dass sich noch wenige Touristen in diese Region verlaufen. Herrliche Gegend mit sehr schönen Stränden, herzlichen Menschen (gilt im Übrigen für das ganze Land) und natürlich dem "Tip of Borneo"

 

Fazit unserer Borneo/Sabah Reise. Eine schöne Region, mit liebenswerten Menschen - nicht mehr, nicht weniger! Die Zerstörung des Landes und die Profitgier ist zu offensichtlich als das man da wegschauen könnte! Es gibt Länder in SOA wo die Natur, insbesondere der Primärwald und Dschungel noch intakter ist als auf Borneo! 

Sliding in Sabah