Besuch bei der Familie Doung

Unser Aufenthalt in Siem war einzig und allein Phal’s Familile gewidmet. Wir wollten ein paar Tage mit ihnen verbringen und nach dem „allgemeinen“ Wohlbefinden schauen. Gespannt waren wir natürlich auch auf den Nachwuchs - die Kleine ist im Januar 2014 auf die Welt gekommen. Auch Phal‘s Gesundheit beunruhigte uns. Als wir 2013 da waren, hatte er einen Auswuchs am Hals. Es stellte sich heraus, dass es der Beginn einen Kropfes war. Nun ist es so, dass für Khmers ein Arztbesuch oder gar eine Operation unerschwinglich sind. Mit einem Einkommen zwischen 60 -100$ im Monat hat man somit keine - oder fast keine Chance und schon gar nicht, wenn man eine Familie durchbringen muss. Die letzte definitive Untersuchung ergab dann, dass er einen Doppelknoten hat. Ka und ich regelten das finanzielle mit den Ärzten somit stand der OP nichts mehr im Weg. In Kambodscha kommt diese Krankheit öfters vor und steht hauptsächlich mit Mangelernährung (u. A.Jodmangel) in Zusammenhang.

 


Umgebung von Siem

Ein Teil des Wasserfalls am Phnom Kulen
Ein Teil des Wasserfalls am Phnom Kulen

Neben der Hauptattraktion von Angkor Wat und den Tempelanlagen, bietet das Umland um Siem noch viel mehr. Phal fuhr mit uns zum Phnom Kulen Nationalpark. Mit dem Tuktuk und anschliessend mit dem Motorrad gings auf den Phnom Kulen. Die Fahrt auf den Berg kostet sage und schreibe 20$. Nicht etwa für’s Tuktuk oder das Motorrad - nein für die Benützung der „Löcherpiste“ auf den Berg hinauf! Die Strasse gehört einem privaten Unternehmer der sie auch gebaut hat. Das Geld nimmt er ausschliesslich von Touristen ein - Khmer bezahlen nichts. Der Eintritt in den Nationalpark von 12$ kommt dann noch hinzu. Die Khmer erzählten uns es sei der heiligste Berg des Landes und ein beliebter Wallfahrtsort. Zuoberst auf dem Gipfel ist ein Tempel mit einem riesigen liegenden Buddha der aus Sandstein ist. Nicht weit entfernt ist ein grosser Wasserfall der in die Tiefe stürzt und rundherum viel Dschungel.