...und die Inseln

Nonstop nach Sihanoukille ist mit viel Glück machbar. Uns beiden gelang dieses Unterfangen jedoch nicht, somit verbrachten wir eine Nacht zum entspannen in PP. Im Nachhinein war es gut so, denn Nonstop wäre die Fahrt auf 12 Stunden gekommen. Auch für die Hartgesottensten eine echte Heraus-forderung. Und schon die Fahrt zurück nach PP war für uns beide eine mühsame Ange-legenheit. Wir hatten das Pech, in einem Minibus die hintersten Plätze zu bekommen. Und die sind für zwei so Grossgeratene verdammt eng. Von PP ging‘s Tags drauf ein wenig bequemer an die Küste. Die Strassen nach Sihanoukville sind in recht gutem Zustand. Zu verdanken ist dies den eingerichteten Mautstellen, die den Zaster für den nötigen Unterhalt verwenden. Die meisten wohlhabenden Khmer verbringen das Weekend oder die Festtage in Sihanoukville. Somit ist auch leicht erklärbar, warum gerade auf dieser Strecke die Strassen in Stand gehalten werden.

 

Sihanoukville ist die einzige Hafenstadt mit internationalem Güterumschlag. Das Meiste geht oder kommt von hier, dementsprechend hoch ist auch das Treiben in der Stadt. Ka freute sich besonders auf Sihanoukville, allein schon der Name der Stadt hat es ihr angetan. Erzählungen zufolge gibt diese Stadt Gutes und weniger Gutes her. Unter dem Strich finde jedoch auch ich, dass das ein geiler Ort ist. Die vielen langen Strände… Manche sind zugemüllt, da der Umgang mit Müll im ganzen Land immer noch ein riesen Problem darstellt. Aber es gibt Strände um Sihanoukville die sind wunderschön. Diese Stadt ist auch der Ausgangspunkt zu den unzähligen Inseln. Wir haben uns für zwei entschieden: Koh Rong Samloem und die grössere Schwesterninsel Koh Rong – zusammen bilden sie das Kampong-Som-Archipel. Die Übernachtungspreise auf den Inseln stehen in keinem gesunden Verhältnis. Es gilt das pure Gesetz von Angebot und Nachfrage. Auch das gehört zu Kambodscha -  Wildwest pur!

 

Auf beiden Inseln gibt es keine Strassen, noch Wege, somit auch keine Fahrzeuge. Das Einzige was man zwischendurch zu hören bekommt, ist das Brummen der Stromgeneratoren ab 17.30h bis ca. 22.00h, danach ist der Strom weg. Inselidylle á la Robinson Crusoe. Wer Luxus sucht, ist hier am falschen Ort. Es gibt ganz einfache Unterkünfte ab 10$ bis hin zu Bungalows um 70$. Wer für die 70$ jedoch westlichen Standard erwartet, irrt sich völlig. Wir hatten auf der ersten Insel für ein Bungalow 30$ hingeblättert und auf der zweiten 40$. Ich sag nur soviel….die Übernachtungen waren ein Erlebnis.