Sen Monorom, Provinz Mondulkiri

Provinz Mondulkiri
Provinz Mondulkiri

Von PP reisten wir weiter nach Sen Monorom. Bereits um 06.00h mussten wir aus den Federn um mit einem Minibus um 07.00h los zu düsen. Wobei Losdüsen weitaus übertrieben ist! Der Weg ist lang, ca. 370 Km und sehr strapaziös. Aber all dies wird mit den Eindrücken die man unterwegs erhaschen kann belohnt. Für die Strecke benötigten wir so um die 8 Stunden. Sen Monorom oder eben Mondulkiri liegt auf einem 800-900m hohen Hochplateau nahe der vietnamesischen Grenze.

 

Hauptstrasse zum Kreisel hinauf
Hauptstrasse zum Kreisel hinauf

Sen Monorom hat eine Hauptstrasse an der sich fast alles abspielt. Nämlich nichts! Es hat ein paar Guesthäuser und eine Marktstrasse wo so ziemlich alles erhältlich ist. Ganz oben an der Strasse gibt’s einen Kreisverkehr der mitten auf der alten Start/Landebahn steht. Hier endet auch die asphaltierte Strasse und es gibt nur noch eine rote Staubpiste.

 

Die Gegend ist vom Massentourismus verschont geblieben, somit kann man fast Alles auf eigene Faust erkunden. Es gibt 1-Tages Treckingtouren wo man Dörfer der Pnong (die leben hauptsächlich nur in der Mondulkiri Provinz) besuchen kann. Die Trecks sind jedoch ziemlich teuer. Die Region ist sehr grün, bestehend aus Pinienwäldern und Dschungel mit schönen Wasserfällen. Manchmal findet man sie und manchmal eben auch nicht, wie es auch uns auch ergangen ist. Grobe Motorräder wären das Nonplusultra gewesen aber an Touri‘s werden die nicht vermietet. Somit blieben uns wieder mal die guten alten 110/125er Maschinen. Das Klima ist sehr speziell. Tagsüber klettert das Thermometer nicht über 25°. Aber wenn der Wind auffrischt kann es sogar kalt werden. Wir waren über unsere Fasis (für teutonische Leser Fasi = Faserpelz) abends überaus froh. Einen krassen Regenschauer durften wir auch miterleben. Wir beide auf dem Motorrad - ich am Lenkrad und Karin hinten drauf - bei Nässe und Kälte auf einer glitschigen, matschigen Staubbahn. Erinnerte fast an einen Tanz auf Eiern. Das erste Mal dass ich in SOA fluchend, durchnässt und vor kälte schlotternd im Guesthaus ankam.  

 

Ein Minuspunkt den wir bei unserer Anreise sehen mussten war, wie viel Dschungel der Brandrodung zum Opfer fällt. Grosse Gebiete werden kahl geholzt oder abgebrannt, damit hauptsächlich Palmöl angebaut werden kann. Leider werden die Bauern der Armut wegen gezwungen ihr Hab und Gut zu verkaufen. Und manchmal ist die Kurzsichtigkeit und Profitgier die Ursache. Schade eigentlich!