Kambodscha 2013

Nach einem Kurzabstecher 2011 in Siem Reap, entschlossen wir uns dieses Jahr Kambodscha intensiver zu bereisen. Was wir bereits heute schon wissen ist, dass es mit der diesjährigen Reise nicht getan ist. Wie schon zwei Mal Laos, werden wir nächstes Jahr erneut zu den Khmer reisen. Die drei Wochen waren wieder mal zu kurz. Die Strassen Kambodschas sind in einem noch erbärmlicheren Zustand als die Laotischen. Somit verbringt man locker für 300-400 Km satte 8-10 Stunden in oder auf einem Gefährt. Erste Erfahrungen sammelten wir bereits bei der Anreise nach Siem Reap. Von Bangkok bis an die Grenze (im Taxi) ging alles sehr flott. Auf kambodschanischer Seite dann das Erwartete. Neben Kratergrossen oder von Regenwasser gefüllten Löchern, gab es ganz nebenbei auch ein bisschen asphaltierte Strasse. Die Strapazen der Fahrzeuge sind gewaltig und so geschah es auch bei unserem Toyota Camry, dass wir Siem mit stotterndem Motor erreichten. Somit war unser Kambodschatrip in erwartetem Masse eingeläutet worden. Ach... und nebenbei noch ein kleiner Seitenhieb an Singapore Airlines. Die haben es tatsächlich geschafft meinen Rucksack in Singapore zu vergessen. Sie waren aber flott und drei Stunden später kam mein Hab- und Gut in Bangkok an. Grazie!

 

Via Bangkok reisten wir auf direktem Weg nach Siem Reap. Dank den e-Visa die ich bereits online von zuhause aus kommen liess, blieb uns das Zocken und Feilen an der Grenze erspart. Kambodscha hat eine ziemlich hohe Korruption und das fängt bereits bei den Zöllnern an. Eigentlich schade, jedoch das Erzeugnis der Armut und der Fremdausbeutung des Landes.

  

Von Siem steuerten wir die Hauptstadt Phnom-Penh (PP) an. Für mich  eine atemberaubende Stadt. Nicht dass es eine Stadt von Glamour ist, im Gegenteil aber Phnom Penh hat einen unbeschreiblichen Charme (wie im Übrigen das ganze Land). Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass das Land sehr jung ist, bzw. das Durchschnittsalter bei 23 Jahren liegt. Die CH hat  im Vergleich einen Schnitt von knapp 42 Jahren. Aber hierzu später ein wenig mehr.

 

Von Phnom Penh aus erreichten wir nach einer mühsamen Fahrt das Hochplateau von Sen Monorom, eines der entferntesten Ecken Kambodschas mit dem Hauptort Mondulkiri. Oder auch Umgekehrt, Mondulkiri mit dem Hauptort Sen Monorom. Da sind sich die Kambodschaner nicht so wirklich einig.

 

Von Mondulkiri ging es via PP in den Süden ans Meer nach Sihanoukville. In einem Tag ist die Strecke vom Hochplateau an die Küste nicht machbar. Ausser man ist im Besitz eines fliegenden Untersatz. Somit war eine erneute Übernachtung in PP eine willkommene Abwechslung. Von Sihanouvkille aus, mit dem einzigen Frachthafen des Landes, gibt es auch alle Bootsverbindungen zu den umliegenden Inseln. Betreffend Inseln haben wir deren zwei besucht. Koh Rong Samloem und die grössere Schwesterinsel Koh Rong. Wer Robinson Crusoe Feeling mag ist dort an einem idealen Ort. Für alle Luxusanbeter ist das nichts. Mit Betonung auf nichts!

Von Sihanoukville ging die letzte Reise in 12 Std. zurück nach Bangkok wo wir jeweils die letzte Nacht und den letzten Tag beim Shoppen oder sonst was verbringen. Die Fahrt von Sihanoukville zur Grenze führte uns während ca. 4 Std. durch das Kardamom Gebirge. Imposantes Gebiet und der richtige Vorgeschmack für das nächstjährige Dschungeltrekking.