Vom Norden Thailand's über Laos und Kambodscha nach Singapur

Von Backpacker zu Flashpacker. Ja wir geben es zu, man wird bequemer!  

 

Das Elefantentrekking sollte dieses Jahr Wirklichkeit werden. Im Netz fanden wir nach ziemlich langer Recherche eine Organisation «Elefant Special Tours» die der Deutsche Bodo Förster seit Mitte der 90er Jahren auf die Beine gestellt hat. Es gibt viele Elefantencamps in Thailand. Das von Bodo Förster war unserer Ansicht nach das vielversprechendste Camp und es bewahrheitete sich auch. Fünf Tage konnten wir uns den Dickhäutern intensiv widmen. Es war sehr eindrucksvoll und Lehrreich – schlicht und weg der Hammer! Das Camp befindet sich ca. 60km südwestlich von Chiang Mai im Dorf Mae Sapok. Inmitten von Teakwäldern und purer Natur erstreckt sich die Fläche des Elefantencamps jeweils auf über 2 Hektar. Es liegt nahe an einem Flusslauf und wird von Reisfeldern, kleinen Dörfern und dichten Wäldern umrahmt. Das Gebiet grenzt an den "Doi Inthanon" Nationalpark.

Da wir nicht in Thailand bleiben wollten und unser Reiseendziel Singapur war, entschlossen wir uns die Route via Laos und Kambodscha zu nehmen. In Laos standen die Ebene der Tonkrüge, die Konglor Caves und Don Det (4000 Inseln) auf dem Plan. Aber wie es eben ist, kommt es meistens anders als geplant. Aus zeitlichen Gründen mussten wir die Konglor Caves (leider) auslassen. Von A nach B benötigt man in Laos nach wie vor sehr, sehr viel Zeit. 

Um nach Phonsavan (Ebene der Tonkrüge) zu gelangen benötigten wir von Chiang Mai aus satte 2 Tage. Mit dem Flieger (wie erwähnt, vom Backpacker zum Flashpacker) bis nach Luang Prabang (1 Tag Aufenthalt) und mit dem Bus in ca. 7-8 Std. nach Phonsavan. Entschädigt wurde die lange Busfahrt durch die spektakuläre Landschaft. Die ganze Fahrt ging von einem Berg zum anderen – rauf und runter garniert mit sehr vielen Kurven.

Für Magenschwache - Kotztüte nicht vergessen!

 

In Phonsavan bemerkten wir, dass wenn es Richtung Süden gehen soll, man so ziemlich am Arsch ist. Es gibt keine Verbindung nach unten, sondern nur Richtung Südwesten in die Hauptstadt oder nach Osten Richtung Vietnam. Hier mussten wir unseren Plan die Konglor Caves begraben. Die Reise inkl. Aufenthalt hätte mindestens 4 Tage in Anspruch genommen und diese hatten wir leider nicht. 

 

Nachtbuss von Phonsavan nach Vientiane / spannend und schmerzhaft
Nachtbuss von Phonsavan nach Vientiane / spannend und schmerzhaft

Nächstes Ziel war somit der direkteste Weg nach Don Det in den Süden. Direkt ist natürlich völlig übertrieben. Sowas existiert in Laos eigentlich nicht. Mit dem Sleepingbus gings von Phonsavan in die Hauptstadt Vientiane. Für rund 300km benötigte der Bus 12 Std. Eine Empfehlung von mir betr. Sleepingbus - vergesst es! Die Strecke ist bei Nacht so abenteuerlich, da schliesst ihr kein Auge. Man wird dermassen durchgeschüttelt, dass nach 12h Fahrt am nächsten Morgen die Innereien nach Gerechtigkeit schreien. Ganz Nebenbei, der Busfahrer hatte während der Fahrt einen Felsen angefahren und die Gepäckluke seitlich aufgerissen. Titanic in Miniversion! Wir gingen zwar nicht unter, aber wer die Rucksäcke nicht eingepackt hatte (so wie ich) war bei Ankunft mit Rucksack schruppen beschäftigt. In Vientiane (1 Tag Aufenthalt) genossen wir die Annehmlichkeiten der gemütlichen Stadt. Es war schön, wieder mal in einem Hotel mit gemütlichen Matratzen schlafen zu können. Kurzerhand entschlossen wir uns die Weiterfahrt mit dem Bus sausen zu lassen und den Flieger bis Pakse zu nehmen. Für 90$ mit Airlao nicht gerade ein Schnäppchen jedoch gewinnt man Zeit und unsere Innereien erhielten die geforderte Gerechtigkeit! In Pakse hatten wir wiederum 1 Tag zur Verfügung bevor es dann am nächsten Tag auf Don Det ging. 

 

Auf der Insel verbrachten wir 4 Tage wo sich das Augenmerk nur aufs chillen richtete. Es gibt auf der Insel ein einziges Hotel mit Pool (die Nacht 60$) sehr teuer. Die Temperaturen schwankten zwischen 33°-37° bei 80% Luftfeuchtigkeit. Da ist ein Pool sehr willkommen.

 

 

 

Weiter ging es für ein paar Tage zu unseren Freunden nach Siem Reap. Abfahrt 8h morgens und Ankunft gegen 19h in Siem – wow! In der Formel 1 wird sowas als Streckenrekord bezeichnet. Die Khmers haben es tatsächlich geschafft von der Grenze aus bis nach Siem Reap ein Strassennetz von rund 300km innerhalb ein paar Jahren zu erschliessen – Chapeau! Ein Besuch von Angkor-Wat lag dieses Mal auch noch drin. Wir kannten die Anlagen schon, jedoch nicht wie es kurz nach der Regenzeit wenn alles grün und am Blühen ist aussieht. 

 

 

 

Da wir bis anhin nur den Airport von Singapur kannten wollten wir dieses Jahr die Stadt ein wenig unter die Lupe nehmen. Zweieinhalb Tage reichte uns völlig aus. Ich habe noch nie eine Metropole gesehen die so sauber ist. Alles ist an seinem Ort, voll durchorganisiert und alles läuft mehr oder weniger auf elektronischem Wege ab – Hightech pur. Die Singapurer/Innen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Man fühlt sich als Gast sehr willkommen und man spürt die Herzlichkeit. Ebenfalls beeindruckend das Zusammenleben der verschiedensten Kulturen!